Daniel Oberparleiter

Ein Interview mit dem Pusterer Agrar Rebell

Innovative Wege beschreitet Daniel Oberparleiter bei der Produktion von Marmelade; Sirup und Saft auf dem Olanger Lerchnhof Ohne Zusatz vom Herkömmlichen Zucker werden die auf 1077 Metern Meereshöhe gereiften Fruchte verarbeitet

Herr Oberparleiter, wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihre Produkte ohne herkömmlichen Zucker zu produzieren?
Wir essen zu viel Zucker und zu viel Zucker schlägt auf kurz oder lang auf die Gesundheit. Ich wollte mit meinen Früchten etwas Neues, Gesünderes und Innovatives machen. Dann bin Ich auf die Natürliche Süße aus der Birkenrinde, den sogenannten Birkenzucker. Nach vielen Tests haben wir es geschafft, die Früchte mit den Birkenzucker und ohne Konservierungs und Farbstoffe zu verarbeiten- geschmacklich erkennt man keinen Unterschied zum normalen Zucker.

Welche Vorteile hat der Birkenzucker?
Birkenzucker ist ein natürliches Süßungsmittel. Im Vergleich zum herkömmlichen Zucker beinhaltet er 40% weniger Kalorien, 70% weniger Kohlenhydrate, ist Zahnfreundlich, kann in Rahmen eines Diätplans auch von Diabetiker genossen werden und fördert die Verdauung

Wie produzieren Sie am Lerchnhof, ist das Pustertaler Klima nicht zu rau für Früchte?
Das haben alle zu mir gesagt. Ich wollte es einfach ausprobieren, denn das Aroma der Früchte ist durch die langsame Reife intensiver. Schlussendlich habe ich Recht behalten. Die Produktion erfolgt bei mir ganz traditionell in Handarbeit: Vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Verkauf mache ich alles selbst. Alle meine Kunden wissen, woher meine Früchte kommen und dass sie nur wenige Kilometer vom Feld bis zum Verkaufsstand zurücklegen.

Was macht Ihren Fruchtaufstrich so außergewöhnlich, was ist das Geheimnis?
Eigentlich sind es ein paar einfache Dinge, die mein Fruchtaufstrich zu etwas Besonderem machen – Geheimnisse gibt es keine. Grundlegend sind der hohe Fruchtanteil von über 70 % und die gute Qualität der handverlesenen Früchte, die auf 1.077 Metern langsam reifen und dadurch einen intensiven Geschmack entwickeln. Die Verarbeitung nehme ich dann ganz traditionell im Kupferkessel und Handarbeit vor.